Zum Schluss…

Bildergebnis für mega nz bilder

 

Trotzdem ist dies nie passiert. Nach der Umbenennung
in Mega.nz im Jahr 2017 ist die Seite stetig erfolgreicher und
sicherer geworden und besitzt heute etwa 35 Millionen registrierte
Nutzer, zählt also zu einer der beliebtesten Filesharing-Webseiten
der Welt.

Der für Dotcom unerklärliche Erfolg Megas könnte
eine Erklärung für seine abrupte Entscheidung bezüglich einer
Neuauflage Megauploads darstellen. Wenn die Seite wirklich sicher ist
und nicht wie Megaupload einfach entfernt wird, dann haben sich ja
vielleicht die Zeiten geändert, könnte man meinen. Oder vielleicht
liegt es ja an der perfekten Strategie …

Unsere Schlussfolgerung

Was auch immer Kim Dotcom plant, eins ist sicher: Er
fühlt sich motiviert vom Erfolg von Mega.nz. Gewagte Aussagen wie
ein Bitcoin-Service oder die Rückkehr aller alten Accounts dienen
nur als Herausforderung an die Behörden.

„Schafft ihr es diesmal auch, mich abzuschalten?“

So oder so ähnlich sollten sie wirken, und das tun
sie durchaus effektiv. Seit dem Interview im Jahr 2016 ist
insbesondere das FBI aufmerksam auf das Erscheinungsdatum der
Reinkarnation Megauploads, in der Hoffnung, sie so schnell wie
möglich vom Netz zu holen, falls sie wie das Original sich zu einem
Zufluchtsort für Internetkriminalität entwickelt.

Doch wie gesagt lässt sich von der neuen Seite
nichts blicken. Die logische Antwort ist, dass Kim Dotcom durchaus
immer noch ein Megaupload 2.0 plant, es aber noch nicht realisieren kann,
zumindest nicht mit allem Drum und Dran. Das nächstmögliche
Erscheinungsdatum wäre also der 20. Januar 2018, der dreizehnte
Jahrestag Megauploads und der sechste Jahrestag dessen Abschaltung
durch das FBI. Ein anderes Datum wäre höchst unwahrscheinlich, da
zwei Jahre für eine Webseite zu viel verlangt scheinen und Kim
Dotcom bisher nie ein rein willkürliches Datum für die
Veröffentlichungen seiner „Mega“-Webseiten benutzt hat, sondern
immer den 20. Januar.

Wir werden also wohl oder über noch ein Jahr warten
müssen.

Account-Probleme

Sie reichten von schlechten Downloadgeschwindigkeiten
bis hin zu Accountsicherheitsproblemen und nichtexistenten
technischen Support. All dies kulminierte in einen zuerst recht
schlechten Ruf für Mega, was einer der vielen Faktoren dafür war,
dass die Seite auf der Liste der meistbesuchten Webseiten von Platz
150 in der ersten Woche auf einige tausend Plätze weiter nach unten
innerhalb der nächsten zwei Wochen rutschte.

Außerdem merkte Kim Dotcom, Gründer sowohl von
Mega.co.nz als auch des originalen Megaupload.com, dass es nicht
funktionieren würde, die Seite wie damals im Jahr 2005 zu gestalten.
Das neue Mega sollte ein Nachfolger werden, aber bloß keine Kopie.

Deshalb begann Dotcom bereits in den ersten Wochen
nach der Entstehung Megas, die Seite mit Social Media wie Twitter und
Facebook zu vernetzen. Außerdem wurden Mega Apps auf Google Play
veröffentlicht; ein guter Schritt für das effektive Marketing der
neuen Seite. Schnell wurde die Seite auch mit anderen Neuheiten und
Buzzwords versehen. Affiliate Programme, SDKs und vieles mehr wurden
fast täglich hinzugefügt.

Obwohl Mega.co.nz sich rasant und sehr positiv in
seinen ersten paar Monaten entwickelte, kündigte Kim Dotcom am 4.
September 2013 an, dass er fortan nicht mehr als Firmenchef von Mega
Ltd arbeiten und folglich nicht mehr direkte Kontrolle über
Mega.co.nz ausüben würde.

Gründe wurden keine seitens Dotcom genannt.

Trotzdem betonte der deutsche Internetmagnat nur Tage
nach seiner Entscheidung später, wie gut es Mega.co.nz doch ginge
und wie bis zu 20.000 neue Accounts pro Tag registriert werden
würden.

Eine andere Statistik hatte Dotcom allerdings
vergessen zu erwähnen: Dass Mega.co.nz täglich bis zu 100 Klagen
wegen Urheberrechtsverletzungen bekam. Dies könnte auch der Grund
für Dotcoms Kündigung gewesen sein, da solche
Urheberrechtsverletzungen genau das waren, was bereits Megaupload.com
zur Abschaltung führte und wofür Dotcom als Firmenchef heftig büßen
musste. Vermutlich wollte Kim Dotcom also nur einem weiteren Skandal
entgehen und seine eigene Haut retten, bevor Mega.co.nz, wie sein
Vorbild, ins Gras beißt.

Die Wahrheit hinter Uploaded.net

Es ist relativ offensichtlich, dass die prompte
Enthüllung eines Megaupload-Nachfolgers etwas mit Mega.nz zu tun
hat.

Kim Dotcom würde es wohl kaum wagen, einen Nachfolger für Megaupload auch als solchen zu vermarkten, wenn er mit Mega.nz als solches zufrieden wäre. Schließlich wurde diese Seite ursprünglich exakt als das angepriesen, was Dotcom jetzt erneut erschaffen möchte: Einen wahren Nachfolger—eine Reinkarnation—von Megaupload.com

Was also stimmt mit Mega.nz nicht? Weshalb würde Kim Dotcom es ersetzen wollen?

Mega.nz wurde am 20. Januar 2013, dem ersten Jubiläum
des Abschaltens von Megaupload durch das FBI, als Mega.co.nz
gegründet und sollte die nächste Generation von Megaupload
einläuten.

Schon am ersten Tag besaß Mega.co.nz mehr als
100.000 an registrierten Nutzern, und diese Zahl konnte sich über
die folgenden Tage verzehnfachen. Nachfrage war also auf jeden Fall
für die Nachfolgerseite von Megaupload da, doch was war jetzt das
große Problem?

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Dies müssen wir uns im Detail angucken, da es sich
um eine sehr komplexe Problematik handelt.

Zuallererst wären da die technischen Probleme der
Seite, die Mega.co.nz von Tag eins an plagten.